Pressespiegel 2017

Im Wald von Guédelon, im Herzen eines ehemaligen Steinbruchs errichten Handwerker jeden Tag vor Ihren Augen eine Burg des 13.Jahrhunderts. Steinbrecher, Steinmetze, Maurer, Holzarbeiter, Zimmerleute, Schmiede, Ziegelmacher, Fuhrleute, Korbflechter, Seiler… verarbeiten und verwandeln Stein, Holz und Erde, alles vor Ort vorhanden, um Sie in die Geheimnisse der Baukunst des Mittelalters einzuweihen.

Guédelon, eine bestimmte Vorstellung von Größe

Jede Saison nehmen die Handwerker von Guédelon diese außergewöhnliche Herausforderung  von Neuem an. Die befestigte Anlage, der Palas mit seinem Dachstuhl, das Zimmer mit Wandmalereien, die Küche und der Lagerraum, die Wachräume und ihre imposanten Kreuzrippengewölbe, die Kapelle, ein Teil des Rundgangs… wurden vor den Augen von Tausenden von Besuchern gebaut, die diese in der Welt einmalige Baustelle besuchten.

2017 feiert Guédelon seine ersten 20 Jahre Bauzeit. Fertig gestellte Arbeiten, Jahre voller Emotionen, voll geteilter Leidenschaft und es ist noch nicht vorbei!

Im Laufe dieser neuen Saison wird das erste Balkenwerk für das Kegeldach den Kapellenturm krönen. Die Maurer werden den Taubenschlag des westlichen Eckturms beenden und die Arbeiten an den beiden Tortürmen wieder aufnehmen, die den Haupteingang der Burg bilden.Ein neues Atelier, das Ende der Saison 2016 erprobt wurde, wird im Hof der Burg zu finden sein: die Münzstätte. Sie werden alles über die Herstellung der Legierung und des mittelalterlichen Geldes lernen!

Guédelon, sie lassen die Wände und die Steine sprechen

Wer hat sich beim Besuch eines Denkmals noch nie gefragt, wie die mittelalterlichen Bauleute diese technischen Konstruktionen gemeistert haben? Woher kamen die Materialien? Wie wurden sie befördert? Welche Werkzeuge wurden verwendet? Wie bewerkstelligten die Bauleute das Heben schwerer Lasten?

Die mittelalterliche Baustelle von Guédelon deckt viele Geheimnisse der Bauleute auf.

Guédelon, kommen und sehen Sie, dann werden Sie verstehen

In einer Zeit, in der die wichtigsten Worte Natur und Ökologie sind, ist Guédelon ein Konstruktionsort, an dem das Mittelalter den „grünen“ Konstrukteuren von Morgen zahlreiche Optionen aufzeigt. Guédelon ist eine Vorreiter-Baustelle; die Handwerker werden Ihnen alles über Lehmmauern erklären, das Setzen von Bausteinen, Kalkmauern, die Herstellung von Lehmziegeln und Schindeln, die Verwendung natürlicher Pigmente, das Flechten von Flachs- und Hanfseilen… Aufgrund einiger Überlegungen, die hier zusammen kommen, entspricht diese der Geschichte entsprungene Baustelle so manchen Vorstellungen des 21.Jahrhunderts !

Guédelon, sie haben ein verrücktes Projekt ersonnen

Archäologische Untersuchungen, die in der Nachbarburg Saint-Fargeau durchgeführt wurden, brachten, hinter den roten Backsteinen versteckt, eine Burg des Mittelalters zutage. Die Idee entstand : « Und wenn wir eine Burg wie im Mittelalter bauen würden? »

Die Idee war entsprungen, sie musste konkretisiert werden…Einen Ort finden, die Behörden überzeugen, die notwendigen Genehmigungen einholen, die ersten Handwerker anwerben…

Ein Naturschutzgebiet erbrachte in Hülle und Fülle die Hauptrohstoffe, die für den Bau notwendig sind : Stein, Holz, Sand, Erde, Wasser… gefunden im Wald von Guédelon. 

Nach einem Namen für die Baustelle muss man sich nicht länger umsehen ! 

Die Baugenehmigung wurde 1997 erteilt und die Baustelle öffnete 1998 für die Öffentlichkeit.

Guédelon, sie teilen ihre Leidenschaft

Heute hat Guédelon 70 Mitarbeiter, davon sind etwa 35 am Bau der Burg beteiligt. Einige kamen geschult und diplomiert nach Guédelon; andere wurden „an Ort und Stelle“ geschult. Beim Verwerten und Veredeln der Rohstoffe hauchen die Handwerker von Guédelon altüberliefertem Können Leben ein und wiederentdecken vergessene Techniken. Auf dieser für die Öffentlichkeit zugänglichen Baustelle soll jeder Handwerker sein Können beherrschen und zugleich mit den Besuchern teilen. 

Das Team aus Handwerkern erhält wichtige „Unterstützung“ von denjenigen, die als „zeitweilige Arbeiter“ bezeichnet werden. Beinahe 650 von ihnen kommen jedes Jahr, um dieses Abenteuer zu teilen und sich mit den Bautechniken vertraut zu machen. Liebhaber alter Steine, Neulinge, die sich mit dem Material auseinander setzen wollen oder Ausbildungspraktikanten, bereits während weniger Tage tauchen sie sozusagen in das Team von Handwerker ein. Die Baustelle befindet sich unter der Leitung von Florian Renucci : dem Baumeister. Er ist es, der die Umsetzung der Arbeiten gewährleistet und der gemeinsam mit den Verantwortlichen für den historischen, architektonischen und archäologischen Realismus der mittelalterlichen Baustelle sorgt.

Bauen, um zu verstehen

Guédelon, eine Baustelle der Experimentalarchäologie

Ratilly

Es geht darum, die Bauprozesse und die Organisation einer Baustelle des ersten Drittels des 13.Jahrhunderts in situ wieder aufleben zu lassen.

Baustellenrechnungen, Glasmalereien, Buchmalereien und Chroniken geben uns Auskunft über die Werkzeuge und die Techniken. Aber der lebendige Betrieb einer solchen Baustelle muss quasi neu erschaffen werden, um sich der historischen Realität anzunähern. Daher setzen die Initiatoren und der Baumeister eine Methodik ein, die sich dadurch auszeichnet, eine bestimmte Anzahl an Burgen des 13.Jahrhunderts zu untersuchen. Diese inspizierten, fotografierten und ausgemessenen Burgen sind die wichtigsten verlässlichen Zeugen, die uns genaue Informationen liefern und uns helfen, Fehler und Unsicherheiten zu vermeiden.

Die Methodik erlaubt uns, mit Hingabe die Geheimnisse der Erbauer von Burgen aufzudecken. Diese Burgen, die von der Architektur zeugen, die philippinisch genannt wird, sind unter anderem Ratilly, la Motte-Josserand, Dourdan, Yèvre-le-Châtel...

Guédelon, ein Labor unter freiem Himmel

Die Baustelle versucht tagtäglich, historisch abgeleitet oder auch ohne bekanntes Hintergrundwissen, Antworten auf all die noch offenen Fragen zu erbringen. Im Bezug auf Archäologie und Geschichte wird Ernsthaftigkeit und wissenschaftlichen Rückhalt herangezogen. Historiker und Archäologen beraten uns und verfolgen unsere Baustelle.

Guédelon bietet auch ihnen eine Vielfalt an Informationen: die Handgriffe, die Handhabung der Werkzeuge, die Techniken, die Baustellenorganisation… 

Das wissenschaftliche Gremium setzt sich zusammen aus:

  • Anne Baud : Archäologin und Hauptdozentin an der Universität Lyon 2
  • Jacques Moulin : Chefarchitekt von Baudenkmälern und Entwickler des Grundrissplans von Guédelon
  • Nicolas Reveyron : Kunsthistoriker und Professor an der Universität Lyon 2
  • Nicolas Faucherre : Archäologe und Kunsthistoriker, Fachmann für Festungsanlagen
  • Christian Corvisier : Kunsthistoriker
  • Frédéric Epaud : Archäologe und Forscher am CNRS in Tours, spezialisiert auf mittelalterliche Dachstühle und Balkenwerke. 

Sie teilen ihre Leidenschaft

Guédelon, sie sind Wissensvermittler

Im Gegensatz zu zeitgemäßen Baustellen wird der Öffentlichkeit das Betreten der Baustelle Guédelon wärmstens empfohlen. Die Aufgabe der Handwerker ist es, altüberliefertes Wissen einem großen Publikum zu zeigen und zu erklären. Der Abbau von Steinen, der Bau eines Gewölbes, die Arbeit in der Schmiede, das Zusammenfügen von Balkenwerken, die Herstellung von Dachziegeln, der Gebrauch der Lastkräne… sind Techniken und Handgriffe, die die Besucher in Guédelon kennen lernen und nachvollziehen können.

Ebenso ist es der Auftrag der Handwerker, ihre Arbeit zu erklären und ihre Erfahrungen zu teilen. 

Jedes Jahr besuchen beinahe 50 000 Kinder Guédelon im Rahmen von Schulausflügen. Die Baustelle ist ein besonders geeigneter Ort, um sich mit dem Mittelalter auf eine lebendige und konkrete Weise auseinander zu setzen. Der Besuch der Baustelle kann auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden, entsprechend dem Alter der Schüler und des Lehrplans: pädagogischer Parcour, kostümierte Führung für jüngere, interaktive Führungen für ältere Schulkinder. Welches Alter sie auch haben, die Schüler können sich mit den mittelalterlichen Berufen der Bauarbeiter vertraut machen, indem sie an einem Steinmetz-Atelier oder einem Ziegler-Atelier teilnehmen, sie können ebenso die im Mittelalter verwendeten Maßeinheiten in einem Geometrie-Atelier entdecken.

Guédelon, eine echte Zeitreise

Diese evolutive Baustelle in Mitten des Waldes eines Naturschutzgebietes ist immer wieder einen Besuch wert. Viele unserer Besucher bleiben dem Abenteuer treu und teilen mit dem Team von Guédelon die Herausforderung, an die es sich gewagt hat. Sie kommen regelmäßig, um die verschiedenen Etappen des Baus zu verfolgen. Jede Saison empfängt Guédelon mehr als 300 000 Besucher, darunter ein wichtiger Anteil aus dem Ausland. Unsere Führungen werden auf Französisch, Englisch, Deutsch und Niederländisch angeboten.

Die Baustelle hat sich innerhalb weniger Jahre zu den Spitzenreitern der französischen Kulturstätten gesellt. Mit seinen 70 Mitarbeitern finanziert sich dieses verrückte Abenteuer ausschließlich aus den Eintritten, den Verkäufen der Boutique und der Restaurants vor Ort.

Das Arbeitsprogramm für 2017

2017 krönen die Zimmerleute den Kapellenturm mit dem allerersten Turmdachgebälk.

Die Steinmetze und die Maurer vollenden den Taubenschlag des westlichen Eckturms. Sie nehmen die Arbeiten an den beiden Tortürmen wieder auf, die den Haupteingang der Burg von Guédelon  bilden.

 

Neu 2017 :

Nicolas stellt Münzen wie im Mittelalter her. Sein neues Atelier befindet sich im Burghof. 

Praktische Informationen

Wo befindet sich Guédelon ? 

Die Baustelle liegt im Département Yonne im Nordwesten der Region Burgund, gelegen an der Département-Straße 955 zwischen den Ortschaften Saint-Sauveur-en-Puisaye und Saint-Amand-en-Puisaye.

2 Std. südöstlich von Paris ; 1 Std.45 von Orléans ; 2 Std. von Dijon ; 1 Std.20 von Bourges.

Guédelon                                          Route départementale 955        89520 Treigny - FRANCE

Tel : 03 86 45 66 66                          Fax : 03 86 45 66 67                         guedelon@guedelon.fr

 

Öffnungszeiten der Baustelle 

Die Baustelle ist vom 20.März bis 5.November 2017 geöffnet

Die genauen Öffnungszeiten entnehmen Sie bitte der Webseite www.guedelon.fr 

Ein Besuch in Guédelon 

Besuch ohne und mit Führung (Französisch, Englisch, Deutsch, Niederländisch)

Möglichkeit an Einführungs-Ateliers teilzunehmen: Steinmetz und Bodenfliesen formen.

Evénementiels à Guédelon : Brennen von Bodenfliesen, Austausch mit dem Baumeister von Guédelon... abrufbare Termine auf www.guedelon.fr

Eintrittskarte : 14 € / Erwachsene ; 12 € / Jugendliche (von 14 bis 17 Jahre) ; 11€ / Kind (von 5 bis 13 Jahre)

Kartenkauf, Anmeldung zu Führungen und Ateliers 7 Tage pro Woche 24 Stunden pro Tag auf : www.guedelon.fr (empfohlen) oder vor Ort (unter Vorbehalt freier Plätze).

 3 Gastronomiebetriebe vor Ort : die Taverne, der Imbiss (l’encas) und die Épicerie.

 

Pressekontakte 

Maryline MARTIN – geschäftsführende Direktorin                         maryline.martin@guedelon.fr

Delphine BOURSELOT – Kommunikation                                      delphine.bourselot@guedelon.fr

Tel : 03 86 45 69 79

 Um Fotos von Guédelon zu erhalten, wenden Sie sich bitte an Delphine Bourselot.

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